Ein Forscherteam des King’s College London untersuchte die Auswirkungen von ganzen und gemahlenen Mandeln auf die Zusammensetzung der Darmmikrobiota. Sie kamen zu dem Schluss, dass der tägliche Verzehr einer Handvoll Mandeln die Butyratproduktion im Darm fördert. Die Studie wurde im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht.

Es nahmen 87 gesunde Erwachsene an der Studie teil. Die Teilnehmer nahmen in der Regel weniger als die empfohlene Menge an Ballaststoffen zu sich. Außerdem aßen sie regelmäßig ungesunde Snacks (z. B. Schokolade und Chips). Die Teilnehmer wurden in drei Gruppen eingeteilt: Eine Gruppe tauschte ihre Snacks gegen 56 g ganze Mandeln pro Tag, eine andere Gruppe gegen 56 g gemahlene Mandeln pro Tag und die Kontrollgruppe aß isokalorische“ Muffins. Die Studie dauerte vier Wochen. Die Forscher untersuchten die Zusammensetzung und Vielfalt der Darmmikrobiota, kurzkettige Fettsäuren, flüchtige organische Verbindungen, die Darmpassagezeit, die Stuhlhäufigkeit und die Darmsymptome (7-Tage-Tagebuch) vor Beginn und am Ende der Studie.

Es gab keine signifikanten Unterschiede in der Anwesenheit von Bifidobakterien im Stuhl zwischen den drei Gruppen. Die Forscher stellten fest, dass der Butyratgehalt im Darm bei den Mandelessern deutlich höher war als bei den Muffins-Essern. Es gab keinen signifikanten Unterschied in der Dauer der Darmpassage, aber die „Vollmandelesser“ hatten eine höhere Stuhlfrequenz als die anderen Gruppen: eineinhalb Stuhlgänge mehr pro Woche. Diese Ergebnisse legen nahe, dass der Verzehr von Mandeln auch bei Verstopfung hilfreich sein kann.

Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass der Verzehr von Mandeln nur einen begrenzten Einfluss auf die Zusammensetzung der Darmmikrobiota hat, dass er aber die Butyratkonzentration bei Erwachsenen erhöht. Dies deutet auf positive Veränderungen in der Funktionalität der Mikrobiota hin. Mandeln sind eine gute Quelle für Ballaststoffe, ohne Darmbeschwerden auszulösen. Schließlich verbesserte der Verzehr von ganzen und gemahlenen Mandeln die Zufuhr von einfach ungesättigten Fettsäuren, Ballaststoffen, Kalium und anderen wichtigen Nährstoffen bei den Teilnehmern.

Alles in allem ein Ergebnis, das sowohl der Darmgesundheit als auch der allgemeinen Gesundheit zugute kommt. Es sei darauf hingewiesen, dass die Studie vom Almond Board of California finanziert wurde.

Erschienen im Newsletter vom 15. Dezember 2022

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